Blog- und PodCast Nr. 20 Change oder Die Würfel sind gefallen…

Beitrag von Karin Breitkreuz | 15 Nov 16 | Kein Kommentar

Blog- und PodCast Nr. 20 Change oder Die Würfel sind gefallen…

Veränderungen mögen wir Menschen nur bedingt

Uns allen ist glasklar, dass Veränderungen zum Business-Alltag gehören. Das wissen und erklären wir immer wieder unseren Geschäftspartnern, Kollegen und Mitarbeitern. Soweit die Theorie. Doch sobald wir persönlich von einschneidenden, wirklich gravierenden Neuerungen betroffen sind, dann sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Dies gilt natürlich auch und im Besonderen für die Chefetage. Dazu ein Beispiel aus meiner Berufspraxis.

Change in der gesamten Geschäftsleitung

Durch die Fusion zweier Unternehmen wurden die beiden Geschäftsleitungen zu einer gemeinsamen verschmolzen. Das so neu entstandene Technologie-Unternehmen hatte nun 600 Beschäftigte. Die neue Besetzung der Geschäftsleitung stand fest, so dass das neue Team bald die Arbeit aufnehmen sollte.

Der Sprecher der neuen Geschäftsleitung wandte sich an mich, weil er schon möglichst im Vorfeld Missverständnisse ausräumen wollte. Denn er hatte bereits selbst die leidvolle Erfahrung gemacht, wie sogar für alle Beteiligten hervorragende Neuerungen an Missverständnissen oder generell an schlechter Kommunikation gescheitert waren. Ihm war besonders wichtig, die gefühlten Probleme gemeinsam mit seiner Führungsmannschaft aufzudecken und zwar bevor das sprichwörtliche Kind in den Brunnen gefallen ist.

Also sollten die Wogen erst gar keine Gelegenheit bekommen, sich zu einer Sturmflut zu entwickeln. Um Problemen in der Zusammenarbeit innerhalb der neuen Geschäftsleitung vorzubeugen, sollten die Bedenken der oberen Führungsmannschaft offen angesprochen werden bevor die Neuorganisation richtig an den Start ging.

Moderierter Workshop

Hierzu wurde das Format des moderierten Workshops gewählt. Das Ziel dieses Workshops war es, den Weg zu ebnen für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der neuen Geschäftsführung.

Natürlich war auch hier die Vorbereitung wichtig – in diesem Falle war es meine Vorbereitung. Damit ich mögliche Reaktionen der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder einordnen und die Hintergründe der Umorganisation verstehen konnte, informierte mich der Sprecher der Geschäftsleitung. So erfuhr ich im Vorfeld die Details und Hintergründe, die für meinen Moderations-Job relevant waren.

Damit der Workshop ohne Zeitdruck durch mögliche Folgetermine stattfinden konnte, legten wir diesen auf einen Nachmittag  und ließen das Ende offen. Denn in einem kritischen als auch sensiblen Kontext wie diesem ist es erfolgsentscheidend, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Nur ohne Zeitdruck steigt die Chance, dass alle Themen angesprochen werden. Auch war es wichtig, den Workshop auf „neutralem“ Boden stattfinden zu lassen. Wir trafen uns also weder in den Räumen der Einen noch in denen der Anderen, sondern an einem komplett neutralen Konferenzort. Auch hatten alle ungefähr die gleichen Anfahrtsbedingungen.

Nachdem sich alle persönlich vorgestellt hatten, war das Eis gebrochen. Alle Beteiligten ergriffen die Chance, ihre gefühlten und echten Probleme offen anzusprechen, direkt zu adressieren und lebhaft als auch kontrovers zu diskutieren.
Nachdem wirklich alle Themen und Probleme auf dem Tisch waren, wurden zur Lösung gemeinsame Spielregeln für die künftige Zusammenarbeit und Kommunikation ausgearbeitet. An der Formulierung dieser Spielregeln haben wir so lange gefeilt bis alle – wirklich jeder Einzelne – damit einverstanden waren.

Spielregeln der Zusammenarbeit

Am Ende des Workshops, nach nur ein paar Stunden standen acht Kommunikations-Spielregeln auf einem Blatt. Dieses Papier unterzeichneten alle Beteiligten handschriftlich. Und jeder nahm ein Exemplar davon mit.
Es mag vielleicht „eigenartig“ klingen, dass solche Abmachungen untereinander in der Chefetage schriftlich festgehalten und persönlich unterschrieben werden. Eventuell weil Sie denken, dass Vereinbarungen auch mündlich gelten. Das ist schon korrekt, doch das geschriebene Wort hat eine wesentlich verbindlichere Qualität. Und wenn die eigene Unterschrift darunter gesetzt wird, wird diese Verbindlichkeit noch weiter verstärkt.

Die vereinbarten Regeln gelten sowohl für die anwesenden Verantwortlichen, als auch für die ganze Belegschaft. Damit das Geschriebene auch gelebt wird, übernimmt jeder einzelne Workshop-Teilnehmer die Verantwortung für die Durchführung und Einhaltung dieser acht Kommunikations-Regeln in seinem Bereich.

Resumé

1. Der Zeitaufwand mit einem Nachmittag war überschau- und gut machbar.

2. Im moderierten Workshop kamen alle zu Wort und die Teilnehmer konnten sich auf die Inhalte konzentrieren.

3. Bevor sich Probleme manifestieren und womöglich noch weitere Folgeprobleme entstehen, konnten alle Bedenken und Unklarheiten ausgeräumt werden.

4. Last but not least konnte sich das neue Geschäftsleitungsteam auch einmal auf einer persönlichen Ebene kennen lernen, was für die künftige, erfolgreiche Zusammenarbeit natürlich von großem Vorteil ist. Beispielsweise unterhielten sie sich im Anschluss an den Workshop beim gemeinsamen Abendessen über ihre Hobbies.

 


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