Blog- und PodCast Nr. 19 Wie Mitarbeiter Ihr Unternehmen ruinieren…

Beitrag von Karin Breitkreuz | 01 Nov 16 | Kein Kommentar

Blog- und PodCast Nr. 19 Wie Mitarbeiter Ihr Unternehmen ruinieren…

Was mach ich bloß mit den „Streithähnen“?

Als ob Sie als Chef nicht schon genügend Probleme am Hals hätten. Jetzt gibt’s auch noch Stress unter den Mitarbeitern.

Eine Weile schauen Sie sich den Zoff zwischen Ihren Mitarbeitern schon aus der Ferne an. Doch leider lösen sich die Probleme nicht in Luft auf. So schön das auch wäre. Im Unternehmensalltag wird oft, leider zu oft, diese Vogel-Strauß-Taktik gelebt. Das ist auch absolut normal und verständlich, denn wer von uns beschäftigt sich schon gern mit Ärger.

Welche negativen Folgen auf lange Sicht der Zoff unter Mitarbeitern für Ihr Unternehmen hat und ganz besonders wie Sie diesen wirkungsvoll begegnen können, ist das heutige Thema.

Hierbei handelt es sich in keinster Weise um „gefühlte“ oder gar eingebildete Probleme.  Auch sind dies keine subjektiven Einzel-Wahrnehmungen. Sondern seit vielen Jahren beschäftigen sich mehrere Studien* der deutschen Wirtschaft mit dem Thema – Streit unter Mitarbeitern und deren wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen.

Es kommt leider immer mal wieder vor, dass sich mehrere Mitarbeiter oder gar ganze Abteilungen Spinne Feind sind. Die Gründe dafür sind in vielen Fällen so gering, dass sich die meisten selbst nach kurzer Zeit nicht einmal mehr an den Auslöser für diese „Feindschaft“ erinnern können. Dass dieser Zank im wahrsten Sinn des Wortes auf Kosten der Unternehmen ausgetragen wird, ist genauso schlimm wie einleuchtend.

Um sein Gegenüber oder den „gefühlten Feind“ zu ärgern, werden Fristen absichtlich nicht eingehalten. Auch kommt es vor, dass der Eine dem Anderen wichtige Informationen absichtlich zu spät oder überhaupt nicht weitergibt.
Dies wiederum hat dann in logischer Konsequenz zur Folge, dass beispielsweise Kundenaufträge nicht termingerecht ausgeführt werden. Die negativen Folgen und der finanzielle Schaden, der daraus entsteht, ist für jeden Unternehmer ein Alptraum. Aber wem sage ich das!

Jetzt stellt sich die Frage, was Sie als Verantwortlicher machen können, damit die Streithähne aufhören, sich selbst und Ihnen allen das Leben schwer zu machen?

Eine mögliche Antwort ist, dass Sie „einfach“ eine vertrauensvolle Firmenkultur schaffen und alles ist in bester Ordnung. Diese Aussage ist richtig und wahr. Doch die Erkenntnis allein hilft Ihnen im Alltag nicht wirklich!

Und was hilft dann?! Ein möglicher, guter Weg, um solch schrägen Verhaltensweisen keinen Raum zu geben, ist eine Lösung in mehreren Stufen:

1. Sie machen Ihre Unternehmensziele für alle transparent, so dass alle Mitarbeitern sie verstehen

2. Sie geben Ihren Mitarbeitern die passende Anerkennung und Lob bei deren Erfolgen

3. Sie behandeln Ihre Mitarbeiter respektvoll

4. Sie definieren gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern die Arbeitsprozesse

5. Sie nehmen für Spezial-Fälle einen internen oder externen Schlichter

Das heißt jetzt überhaupt nicht, dass Sie nur noch lobend und jubelnd durch ihr Unternehmen gehen sollen und wegen jeder Kleinigkeit, die gut läuft, ab sofort Luftsprünge machen. Bitte alles mit Maß und Ziel.

Wie können Sie diese fünf Schritte nun konkret in Ihrem Unternehmen umsetzen und was kostet Sie das?

1. Unternehmensziele

Ihre Unternehmensziele können Sie folgendermaßen transparent machen: Sie setzen sich mit Ihrem Führungsteam zusammen und formulieren die Unternehmensziele so, dass sie ein Siebenjähriger verstehen kann. Das mag Ihnen jetzt komisch oder gar kindisch vorkommen. Ist es aber nicht, denn je einfacher ein noch so komplexer Sachverhalt erklärt werden kann, desto besser wird er verstanden. Auch bleiben uns einfach erklärte Dinge besser im Gedächtnis haften. Nachdem Sie die Ziele einfach und verständlich formuliert haben, sollten Sie diese allen Mitarbeitern vorstellen, zum Beispiel verteilt auf zwei Besprechungen. Damit Sie möglichst alle erreichen können.

2. Anerkennung

Hand auf’s Herz, wann haben Sie Ihre Mitarbeiter das letzte Mal gelobt? – Das ist schon eine ganze Weile her oder Sie erinnern sich schon gar nicht mehr daran? – Okay dann wird’s Zeit.

Oft höre ich, dass die Sache mit dem Loben nicht zur eigenen regionalen Mentalität passt. Frei nach dem Motto und immer im jeweiligen Dialekt „nicht zu schimpfen ist ausreichend gelobt“. Doch das erlebe ich anders. Denn alle Menschen, die mir bisher begegnet sind, freuen sich sehr über anerkennende Worte. Besonders wenn sie auch noch so gemeint sind.

Wichtig beim Lob ist, dass es zeitnah zum erfolgreichen Tun erfolgt. Ein verspätetes Lob ist zwar besser als keines, jedoch verblasst es immer mehr, je später es geäußert wird. Wie wäre es, wenn Sie sich von Ihrem Kalender daran erinnern lassen, dass Sie ans Loben denken, sagen wir einmal pro Woche am Freitag Vormittag.

3. Respekt

Konstruktive Kritik gehört sowohl zum Thema Anerkennung als auch zum Respekt. Die richtige Kritik bringt alle Beteiligten weiter. Wenn mal etwas schief gelaufen ist, muss es ebenfalls zeitnah angesprochen werden. Damit die Kritik auch im besten Sinne wirken kann, bitte ich Sie zwei Dinge zu beachten:
1. die Kritik sollte auf gar keinen Fall vor den Augen und Ohren der gesamten Mannschaft erfolgen und
2. bitte keine Beleidigungen und Pauschalverurteilungen mit einfließen lassen, auch wenn Sie noch so wütend sind.

Ein böses Wort zu viel ist schnell gesprochen. Im Zweifel rate ich Ihnen eine Nacht, aber nur eine Nacht, darüber zu schlafen. Das ist meist noch zeitnah genug und Sie haben Ihren Ärger besser im Griff.

4. Arbeitsprozesse

Um erfolgreich zu arbeiten und vor allen Dingen zusammen zu arbeiten, bilden definierte Arbeitsprozesse die Basis.

Stellen Sie dazu Teams zusammen, die erstens die aktuellen Arbeitsabläufe kritisch hinterfragen und zweitens sich auch mit neuen Möglichkeiten befassen können. Durch das Einbinden aller beteiligten Gruppen werden bereits im Vorfeld Streitpunkte erkannt und eliminiert.

5. Schlichter

Als letztes Mittel bevor es zu personellen Konsequenzen kommt oder das Kind komplett in den Brunnen gefallen ist, können Sie einen Schlichter zu Rate ziehen. Der Schlichter beziehungsweise Mediator kann sowohl aus den eigenen Reihen kommen als auch extern sein. Aufgrund seiner Neutralität sowie Empathie kann der Schlichter im Normalfall mit beiden Seiten einen Konsens finden.

Kosten

Und das beste kommt zum Schluss. Denn für die Maßnahmen 1 bis 4 fallen keine extra Kosten an.  Einen externen Schlichter oder Mediator einzusetzen, kostet hingegen schon etwas. Jedoch ist die Schlichtung nur in Ausnahmefällen das Mittel der Wahl. Daher fallen diese seltenen, finanziellen Ausgaben nicht sonderlich ins Gewicht.

*Zum Beispiel Studien der Rochus-Mummert-Gruppe


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