Blog- und PodCast Nr. 17 Antworten auf Ihre Fragen im Führungs-Alltag…

Beitrag von Karin Breitkreuz | 04 Okt 16 | Ein Kommentar

Blog- und PodCast Nr. 17 Antworten auf Ihre Fragen im Führungs-Alltag…

Vielen Dank für Ihre Fragen! Es ist mir eine Freude, hier und heute zu antworten. Meine Ideen sind natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern mögliche Wege, die ich empfehlen kann. Denn auch in diesem Kontext gilt, viele Wege führen nach Rom.

 

Aktuell beschäftigen Sie hauptsächlich diese drei Themen:

  1. Wie schaffe ich es, meine Mitarbeiter zu motivieren?
  2. Welches Kommunikations-Instrument können Sie grundsätzlich empfehlen?
  3. Warum kommen meine Botschaften bei den Mitarbeitern nicht an?

1. Wie schaffe ich es, meine Mitarbeiter zu motivieren?

Das ist eine super spannende Frage! Besonders wenn wir berücksichtigen, dass Motivation aus unserem Inneren kommt. Das gilt für uns alle, egal ob wir einem Führungs- oder einem ganz anderen Job nachgehen. Wenn die Motivation von innen kommen muss, dann könnten wir an dieser Stelle abbrechen. Doch gibt es durchaus Dinge, die Sie als Führungskraft, Verantwortlicher oder Entscheider beeinflussen können.
Ein wichtiges Thema ist, Vorbild zu sein. Ja, ich weiß das hört sich sehr nach Old School an, doch es ist nunmal unserem menschlichen Verhalten geschuldet. Machen wir es konkret. Beispielsweise messen Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter daran, wie pünktlich die Einzelnen morgens ihre Arbeit beginnen. Doch Sie selbst finden, dass es Ihnen als Chef zusteht, zu kommen wann es Ihnen beliebt. Sie begründen das für sich und die anderen damit, dass Sie am Abend und ab und zu am Wochenende arbeiten. Folglich dürfen Sie sich diese Freiheit nehmen. Natürlich wird Ihnen hier niemand widersprechen, denn Ihr Umfeld versteht die große zeitliche Belastung, die Sie haben. Doch im tiefsten Innern können Ihre Mitarbeiter nicht akzeptieren, dass sie sich an Regeln halten müssen, die offensichtlich nicht für alle im gleichen Maße gelten. Wenn Sie sich selbst daran halten, sind auch Ihre Mitarbeiter motiviert, pünktlich zu sein.

Ein gutes Arbeitsumfeld ist ein weiterer wichtiger Faktor, mit dem Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können. Oder anders ausgedrückt, die Umgebung lässt Ihre Mitarbeiter motiviert arbeiten. Das möchte ich anhand eines extremen Beispiels verdeutlichen:

Die Arbeitsräume sind schmutzig, die Beleuchtung ist so schlecht, dass man auch entsprechend wenig sieht, die Heizung ist seit Wochen ausgefallen, die Sanitärräume sehen aus, als hätte jemand dort mit einer Abrissbirne Ping-Pong gespielt und es gibt keinen Platz, in der Pause das Mitgebrachte zu essen. In dieser schrecklichen Umgebung kann kein Mensch motiviert sein und gern arbeiten. Wir müssen und dürfen auch nicht von einem Extrem ins andere fallen und jetzt ausschließlich Arbeitsstätten mit Luxusausstattung als motivierend betrachten. Eine perfekte Möglichkeit ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter bei der Ausstattung der Arbeitsumgebung mit einbeziehen. Sie werden staunen, welche Ideen kommen werden und dass sich alles prima in dem von Ihnen vorgegebenen finanziellen Rahmen halten kann. Allein die Möglichkeit eingebunden zu werden und mitwirken zu können, wirkt wie ein Motivationsschub.

Eine dritte Möglichkeit, die ich hier zum Thema Motivation nennen möchte, ist Arbeitsabläufe zu entrümpeln. Beispielsweise wurde vor langer Zeit ein Arbeitsprozess eingeführt, der sich technisch komplett überholt hat. Jedoch mit der Begründung „das haben wir immer schon so gemacht“ oder „das ist halt so“ wurde an diesem Arbeitsprozess festgehalten.
Gehen Sie auf Ihre Mitarbeiter zu und fragen Sie sie, was sie an den Arbeitsabläufen stört und welche Lösungsmöglichkeiten sie dazu vorschlagen. Sie werden garantiert positiv überrascht sein, welche tollen, kostensparenden sowie innovativen Ideen Ihre Mitarbeiter präsentieren werden. Was gibt es Motivierenderes, als dass die eigenen Ideen zumindest zu einem Teil in die Tat umgesetzt werden?

Noch eine Ergänzung. Eines der wichtigsten Motivations-Instrumente ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter fragen, ihnen zuhören sowie mit ihnen diskutieren.

2. Welches Kommunikations-Instrument können Sie grundsätzlich empfehlen?

Wie schon bei der ersten Frage beschrieben, ist das persönliche Gespräch ein sehr wertvolles, mächtiges als auch zielführendes Kommunikations-Instrument. Ungeschickterweise verwenden wir dieses Instrument am liebsten in positiven Situationen. Denn ein Lob geht uns wesentlich leichter über die Lippen als der Tadel. Bei diesen beiden Themen sollten wir immer beachten, dass das Lob durchaus vor versammelter Mannschaft ausgesprochen werden darf. Doch der Tadel muss unbedingt unter vier Augen stattfinden. Ich spreche hier von eher normalen Arbeitsfehlern, die jeder von uns im Alltag macht. Wenn es allerdings um Leben und Tod geht, sehe ich die ganze Sache komplett anders. Da kann dann auch zum Beispiel die Kritik am Verhalten vor anderen stattfinden.

Um im persönlichen Gespräch immer besser zu werden, hilft nur üben, üben, üben. Bei positiven Ereignissen wird Ihnen ein Patzer gern verziehen oder er wird wegen der positiven Stimmung von den anderen nicht bemerkt, als charmant oder Ihre persönliche Note angesehen. Da bei negativen Themen die Anspannung auf beiden Seiten vorhanden ist, wird gern jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Damit Sie für kritische Gegebenheiten gerüstet sind, hilft es wenn Sie solche Situationen mit einem Vertrauten durchspielen. Sollten Sie niemanden im Familien- oder Freundeskreis dafür finden, können Sie sich an einen Kommunikationsberater oder -coach wenden. Einen Mitarbeiter als Sparringspartner dafür zu wählen, davon rate ich ab. Denn hier besteht die Gefahr, dass Sie Ihr Gesicht und Ihre Glaubwürdigkeit ihm gegenüber verlieren. Außerdem traut sich ein Mitarbeiter aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses oft nicht, Tacheles zu reden und Sie auf mögliche Fehler aufmerksam zu machen. Und das hilft Ihnen nun wirklich nicht.

 

3. Warum kommen meine Botschaften bei den Mitarbeitern nicht an?

Dafür kann es mehrere Gründe geben. Einer ist beispielsweise, dass Sie Dinge sagen, von denen Sie selbst nicht wirklich überzeugt sind. Das spüren Ihre Mitarbeiter, dass da etwas nicht stimmig ist. Dies ist nach meiner Beobachtung auch komplett unabhängig davon, welchen Bildungshintergrund die Menschen haben.

Auch kann es an der Verständlichkeit liegen. Können Ihre Mitarbeiter Sie verstehen? Also, sprechen Sie deren Sprache? Hiermit meine ich nicht die Landessprache sondern es geht vielmehr um die Wortwahl. Selbst komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie von einem Siebenjährigen verstanden werden können, zählt zur hohen Kunst der Kommunikation. Komplexe Dinge durch die Aneinanderreihung von Fachbegriffen zu erklären, kann jeder Fachmann. Auch wird das von jedem Fachmann verstanden, der sich auf Augenhöhe befindet.

Beim Arztbesuch hat sicherlich jeder schon so etwas erlebt. Einige von uns trauen sich dann, beim Arzt nachzufragen und einige eben nicht. So ist es auch bei Ihren Mitarbeitern. Einige trauen sich nicht nachzufragen, weil sie befürchten für inkompetent oder dumm gehalten zu werden. Und weil sie sich keine Blöße geben wollen, nicken sie wissend ohne einen blassen Schimmer zu haben, wovon Sie jetzt gerade sprechen. In logischer Folge, kann dann Ihre Botschaft einfach nicht bei Ihrer Belegschaft ankommen.

Übrigens, all die genannten Beispiele entspringen nicht meiner blühenden Phantasie, sondern sind mir real begegnet.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude und Erfolg beim Kommunizieren im Führungs-Alltag.

 


Ein Kommentar

  • Ulrike Führmann/ 05 Okt 16 @ 1:29 PM Antworten

    Liebe Frau Breitkreuz,

    vielen Dank für die hilfreiche Beantwortung der Fragen und die Tipps. Besonders gut gefällt mir: „Eines der wichtigsten „Motivations-Instrumente“ ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter fragen, ihnen zuhören sowie mit ihnen diskutieren.“ Dazu passt meine aktuelle Lektüre von Edgar Schein „Humble Inquiry – vorurteilslos Fragen als Methode effektiver Kommunikation“.

    Viele Grüße in den Süden,
    Ulrike Führmann

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